Neuer Name, neues Logo, neuer Veranstaltungsort. Fast alles ist neu bei der Veranstaltergruppe, die in den letzten 13 Jahren die «Champions League» der Weltmusik nach Rorbas brachte. Weil im Café Rorboz nach einem Gerantenwechsel der Saal nicht mehr zur Verfügung steht, mussten wir uns nach einem neuen Ort umsehen und fanden eine neue Heimat im neuen Kino Freienstein. Ein phantastischer Ort mit perfekter Akustik, sowohl im Kinosaal als auch draussen im Hof. Der Umzug führte zur Suche nach einem neuen Namen. Statt Kultur-Rorboz heisst es jetzt kultuRorbas. Das neue Logo mit dem fliegenden Vogel berichtet vom geglückten Umzug von Rorbas über die Brücke nach Freienstein. Der Sitz bleibt in Rorbas, wo auch in diesem Jahr am 26. Dezember ein Konzert in der Kirche durchgeführt wird. Und wo die Gemeinde uns weiterhin grosszügig unterstützt.

Der Schritt in eine neue Ära vollzog sich mit den letzten zwei Konzerten. Am 11. April feierten wir mit einem Doppelkonzert mit den Sarden Mauro Palmas und Giacomo Vardeu sowie der Kenianerin Claudia Masika den 80. Geburtstag von Hugo Faas, den wohl besten Kenner der Weltmusik in der Schweiz. Dank ihm kamen Künstler und Bands nach Rorbas, die in ihrer Sparte zu den besten der Welt gehören, mehrfach ausgezeichnet wurden und auch mal vor ein paar tausend Zuschauern spielten. Für ihn war der Zeitpunkt gekommen, vom Programm-Verantwortlichen in den Status eines Mentors zu wechseln.

Am vergangenen Sonntag begeisterte das Blues Acoustic Trio die 80 Zuschauerinnen und Zuschauer an einem perfekten Sommerabend im Innenhof des Kinos. Hugo Faas‘ Nachfolger als Programm-Verantwortlicher, Oliver Ott, selbst Musiker in mehreren Bands, feierte einen beeindruckenden Einstand. Walter Baumgartner, der als bester Blues-Solist ausgezeichnete Mundharmonika-Virtuose, bat ihn auf die Bühne, um ein Stück mit ihnen zu spielen. Er bestand die Prüfung bravourös und erhielt Sonderapplaus. Es war ein starkes Zeichen: Auch Faas‘ Nachfolger versteht etwas von Musik.

Mit ihm, so das Versprechen, bleiben die hohen Ansprüche bestehen. Am Sonntag, 16. August, lässt sich das überprüfen, wenn der Bass-Klarinettist Jan Brönnimann, der mit afrikanischen Gruppen schon zweimal bei uns spielte, mit der klassischen Harfenistin Maja Taube für sphärische Klänge sorgen wird.

Wenn erstmals in der zwölfjährigen Geschichte der Konzertserie von Kultur-Rorboz ein Doppelkonzert mit Nachtessen in der Pause auf dem Programm stand, hatte das einen guten Grund: Hugo Faas, der in den letzten 33 Jahren das untere Tösstal zum Hotspot der «Worldmusic» in der Schweiz machte, feierte am Samstag, den 11. April, im neues Kino Rorbas seinen 80. Geburtstag. Hugo Faas hatte schon eine 25jährige Karriere als Konzertveranstalter und Manager von Andreas Vollenweider hinter sich, als 1993 in Rorbas zum Kulturbeauftragten der Gemeinde Rorbas ernannt wurde. Dank seinen Beziehungen in diesem Bereich war es möglich, ein hochkarätiges Programm auf die Beine zu stellen, wie es sonst nur in grösseren Städten stattfand.

2013 ging das Kulturcafé Rorboz in Rorbas in neue Hände über. Die neue Besitzerin wollte und konnte das Kulturprogramm nicht weiterführen. Deshalb ergriff Hugo Faas die Initiative mit dem Ziel, das kulturelle Leben in der Gemeinde im Allgemeinen und das Café Rorboz als Kulturcafé im Besonderen zu erhalten. Zusammen mit ein paar Gleichgesinnten gründete er den Verein Kultur-Rorboz und schuf eine Konzertserie mit über 100 Gruppen aus über 50 Ländern.

Da er unter anderem als Organisator des «Lucerne Festival in den Strassen» bis im letzten Herbst noch immer professionell in dieser Sparte tätig war, blieb er gut vernetzt. So ist es der Gruppe möglich, ein qualitativ hochstehendes Programm zu präsentieren, mit dem andernorts grosse Konzertsäle gefüllt werden.

Nach einem weiteren Pächterwechsel fand Ende April 2025 das letzte Konzert im Café Rorboz statt. Es war ein Abschied mit Tränen, aber auch eine neue Chance und seit ein paar Tagen mit neuem Namen: kultuRorbas. Als Ersatz boten sich Anne-Catherine Lang und ihr neues Kono Freienstein an. Ein wunderbarer Kinsosaal in einem Fabrikgebäude mithervorragender Akustik und perfekter Infrastruktur.